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Simone und Ferinya

Hallo, nachdem ich nach längerer und wehmütiger Reitabstinenz für Studium und Job vor inzwischen fast vier Jahren zunächst mit einer Reitbeteiligung wieder eingestiegen bin habe ich mir im Februar 2013 endlich den Traum erfüllt: mein eigenes Pferd!

Nach mehrmonatiger Suche über diverse Plattformen und Anzeigenformate und zwei Probereitterminen war die Sache dann entschieden, Ferinya muss es werden. Sie ist eine kleine Westfalenstute (161, also wirklich klein), stammt vom Züchter und ist dressurlich gezogen. In der Anzeige beworben als „von jungen Mädchen geritten…“ zeigte sie sich auch sehr lieb und Menschen gegenüber sehr aufgeschlossen. Als ich sie gekauft habe war sie an-/eingeritten, wurde allerdings mit Ausbindern geritten, so dass sie nicht gelernt hat, die Anlehnung an der Hand zu suchen. Zuerst war alles schön, die Maus ließ sich auch ohne Sattel reiten, es zeigte sich aber schnell, dass sie einen hohen Rang in der Gruppe beanspruchte – und genau das hat sich dann auch zu unserem Problem ausgewachsen.

 

Ohne Sattel reiten ist Möglich, wenn das Vertrauen vorhanden ist.Ohne Sattel reiten ist Möglich, wenn das Vertrauen vorhanden ist.
Das erste Jahr war insgesamt etwas chaotisch: wir haben angefangen mit einer Trainerin (Bodenarbeit/Zirkuslektionen) bei der ich bald den Eindruck hatte, dass da die Chemie zwischen ihr und meinem Pferd nicht stimmte, als sie dann nach kurzer Zeit immer schlechter von Ferinya sprach wollte ich mir das nicht länger anhören und habe nach einer neuen Trainerin gesucht. Da ich inzwischen einen Sattel hatte diesmal eher mit dem Schwerpunkt reiten. Auch das lief leider im Nachhinein nicht so gut. Zusätzlich hat die Kleine in dem Jahr mehrmals gelahmt und musste stehen (Einschuß usw.) und ich hatte mir einen Bänderriss zugezogen und konnte auch länger nicht reiten. Außerdem stellte sich nach der Behandlung durch eine Chiropraktikerin nach den ersten Reitproblemen (man will ja zuerst alles organische ausschließen) heraus, dass der Sattel, das Pony und ich nicht zusammen passen, also waren erstmal ein neuer Sattel, longieren und Bodenarbeit angesagt.

Inzwischen ist das Mäuschen dann auch sechs geworden und seither hat sie immer weniger eingesehen, warum sie mit mir zusammen arbeiten sollte. Die Schwierigkeiten haben am Boden angefangen: wenn Ferinya etwas nicht passt fängt sie an zu steigen. Sie neigt außerdem dazu, in ihre eigene Welt abzutauchen und gleichgültig gegenüber dem Menschen zu sein. Jede Art von Begrenzung wurde mit heftiger Gegenwehr in Form von steigen, rempeln und einfach umrennen quittiert. Nachdem sie dann auch beim reiten anfing zu steigen und den Reiter rodeomäßig runter zu buckeln war dann klar: ich brauche schnellstens Hilfe, zumal das Stütchen auch nicht leicht zu beeindrucken ist und keiner Diskussion aus dem Wege geht.Gib Pfötchen :-)

Nach längerem Suchen bin ich auf die Website von Yvonne gestoßen die mir gleich gut gefallen hat. Besonders da ich mich entschieden hatte, lieber jetzt nochmal von vorne anzufangen und alles neu zu erarbeiten. Nach dem ersten telefonischen Kennenlernen haben wir auch schnell einen Termin gefunden bei dem die Diagnose schnell und deutlich war: zu lieb zum Pony. Dem entsprechend hat das Training mit der Erarbeitung von Respekt begonnen. Daran arbeiten wir fleißig weiter mit der Prognose, dass wir auch im Frühjahr wieder mit dem Reiten anfangen können. Bis jetzt hatte ich „nur“ drei Stunden bei Yvonne aber schon viele Trainings mit Ferinya, die wirklich harmonisch waren. Sie ist mir gegenüber viel aufmerksamer geworden, reagiert oft schon auf kleine Änderungen der Körperhaltung und ist, wenn sie sich mal erschreckt wieder viel schneller bei mir. Natürlich gibt es immer wieder Tage, die nicht gut laufen, besonders wenn es windig oder schon dunkel ist, weil mein Pony sich auch sehr gerne ablenken lässt.

Besonders gut gefällt mir, dass es eigentlich Kleinigkeiten sind, die ich ändern musste, dass ich den Eindruck habe zu jeder Zeit ein ehrliches Feedback zu bekommen und dass das Training gut umsetzbar ist weil Yvonne alles in Ruhe erklärt und mir auch den Spiegel vorhält wie das, was ich tue bei der Maus ankommt und wie sie es interpretiert. Letztlich darf man nicht vergessen, dass Training vor allem auch bedeutet hart an sich selber zu arbeiten und konsequent zu sein. Den „Genie ist 1% Inspiration und 99% Transpiration“ (T.A. Edison). So ist auch die Arbeit mit Yvonne und Ferinya, Yvonne erklärt, zeigt, setzt Impulse aber umsetzen muss man die Veränderungen selber um zu einem guten Team zusammen zu wachsen – und da habe ich jetzt das Gefühl, dass wir auf einem guten Weg sind.

 

Simone -2014-