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Die Wiege der Lipizzaner

Veröffentlicht am 02.10.2018

Unweit der italienischen Grenze, umgeben von hundertjährigen Linden und Eichen, befindet sich das traditionsreiche Gestüt Lipica und ich habe es bei unserer Reise durch Slowenien besuchen dürfen. 

Was für prachtvolle, athletische und wunderschöne Pferde!

Auf dem Gestüt finden fast stündlich Führungen (auch in Deutscher Sprache) statt, man darf sich aber auch frei bewegen und sich alles in Ruhe ansehen. Die Vorführung der Hohen Schule lohnt sich definitiv, wir haben uns direkt ein Kombiticket für die Besichtigung und die Vorführung gegönnt. 

Solltet ihr also mal in der Nähe sein, schaut vorbei, ein Besucht lohnt sich. Davon ab ist Slowenien generell ein fantastisches Reiseziel mit einer traumhaften Natur, offenen und freundlichen Menschen und einer guten Küche :-) 

 

 

 

 

 

 

 

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Wenn Frauchen Urlaub macht geht das Pony ins Boot-Camp ;-)

Veröffentlicht am 16.05.2018

 

Neben Gymnastik am Kappzaum, geht es auch zur Abwechslung natürlich auch raus ins Gelände, um einige Abenteuer zu erleben.

 

 

 

 

 

Poldi zeigte unterwegs vorbildlich wie man sich einem unbekannten Hindernis oder Objekt annähert.

 

Das Bächlein wurde erst von ihm ausführlich untersucht und beschnüffelt, um es auf seine Ungefährlichkeit zu überprüfen.

 

 

 

 

 

 

 

Diese Ungefährlichkeit ließ er sich dann zwischendurch von mir bestätigen, dazu konnte ich ihm noch Mut zusprechen und schwupps ging es dann ohne Druck entspannt hinüber.  

 

Mit viel Ruhe, Geduld und Verständnis vom Menschen ist so etwas kein Problem für Pferde.

 

 

 

Pics by

stero-fotografie.de

 
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Horse and Dog Trail - Ein Erfahrungsbericht aus der Sicht des Hundes

Veröffentlicht am 16.05.2018

Hallo Leute,

ich bin es, der Herr Knopf !    
Heute will ich euch von einem tollen Wochenende in Bergkamen berichten.     

Die Sunray Ranch der Familie Schulz kenne ich schon, da mein Frauchen Yvonne dort öfters mit meinem großen Pferdekumpel Cody zum Lernen hinfährt. Nur diesmal war ich nicht nur zum Zugucken dabei, sondern mich haben total spannende Sachen erwartet.

Alles fing damit an, als wir Samstagmorgen  an der Sunray Ranch aus dem Auto stiegen. Ich konnte viele aufregende Dinge riechen und hören. 

Dann sah ich die Hunde, große und ganz kleine, Jungs und Mädchen, sie standen mit ihren Frauchen und Herrchen vor einer blonden Frau. Diese Frau heißt Jutta Brinkhoff und wegen ihr und dem Hofbesitzer Albert Schulz hatten sich alle auf den Weg dorthin gemacht.

Frauchen sagte immer etwas von Horse and Dog Trail und das sie hierhergekommen ist, damit mir in Zukunft Zuhause am Hof nicht mehr so langweilig ist. Da ich nichts gegen Abwechslung habe, war ich sehr gespannt was mich erwarten würde.

Jutta teilte die Hunde und ihre Menschen in 2 Gruppen auf. Da waren nämlich einige Hunde die das mit diesem Horse and Dog Trail schon ganz oft gemacht haben und mit ihren Menschen sogar auf Turniere und Wettbewerbe fahren. Und da waren Hunde wie ich, die das zum ersten Mal gemacht haben.

Unsere Gruppe ist dann mit Jutta auf den großen Sandplatz nach draußen gegangen. Am liebsten wäre ich direkt über den Platz gerannt, um mit den anderen Hunden zu spielen, aber Frauchen sagte ich muss mich jetzt konzentrieren.

Als sie mir dann ihre kleine Bauchtasche mit den Leckerli gezeigt hat, war ich sofort Feuer und Flamme. Wir sind dann um Pylonen gejoggt und über kleine Hürden gesprungen. 

Dann wurde es etwas schwerer, da war so eine große Brücke und ich sollte ohne Frauchen über die Brücke gehen und mich dann auf so ein seltsam riechendes Holzpodest setzen und warten. Ich hab das am Anfang gar nicht verstanden und Frauchen wusste nicht wie sie es mir am besten erklären kann, aber die Jutta hat dann mit Frauchen gesprochen und mir hat sie Leckerli auf das Podest gelegt, dann bin ich wie der Blitz dorthin gelaufen.

Während wir dort draußen alle geübt haben waren die anderen Menschen mit dem Albert in der Halle, dort war auch dieser tolle Sand und auch viele Spielsachen, diesmal durften aber die Pferde damit üben, sie liefen über Stangen und eine Brücke gab es dort auch.

 

Danach durfte ich dann erstmal im Auto Pause machen, das war auch nötig denn mein Kopf hat ganz schön geraucht. Frauchen ist Mittagessen gegangen, sie roch nämlich ganz lecker als sie mich wieder aus dem Auto geholt hat.

Am Nachmittag haben wir dann Alle getauscht und während wir in der Halle die anderen Spielsachen mal unter die Lupe nehmen konnten, durfte die andere Gruppe mal das Equipment auf dem Reitplatz draußen beschnuppern. 

Abends war ich total erledigt und habe sehr gut geschlafen. Ich wäre gerne noch länger im Bett liegen geblieben, aber ein weiterer Tag erwartete uns.
Die ganzen Hunde, Pferde und Menschen waren wieder da und wir übten die Sachen vom Vortag und noch einige neue Dinge, wie in einer Box aus Stangen warten, während Frauchen mit dem Pferd durch ein Tor reitet. Wenn ich das gut gemacht habe, gab es wieder leckere Dinge aus der Bauchtasche und Frauchen hat gelächelt und sich gefreut.


Am Ende des Tages haben sich dann Jutta und Albert auf Stühle an den Reitplatz gesetzt und irgendwas auf Zettel geschrieben und Alle mussten einzeln durch einen ganzen Parcours mit Brücke, Tor, Pylonen, Hürden und Stangen.
Alle Menschen haben sich sehr gefreut und hatten gute Laune.


Mir hat das Wochenende jedenfalls viel Spaß gemacht, ich habe noch nie so viele Leckerli auf einmal bekommen, so viele Hunde kennen gelernt und Frauchen hat ganz viel mit anderen Menschen geredet. Sie sagt, solche Sachen machen wir jetzt öfter, da freue ich mich schon drauf.

 

Die Jutta Brinkhoff und den Albert Schulz fand ich auch richtig nett, die haben immer ganz ruhig gesprochen und viel erklärt und auf der Ranch habe ich mich richtig wohl gefühlt, alle waren hilfsbereit und hatten gute Laune. Ich hoffe mein Frauchen nimmt mich nächste Mal wieder mit dahin.

Bis dann euer Herr Knopf

 

pics by stero-fotografie.de

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Cavallo Academy 2017

Veröffentlicht am 14.07.2017

Am 08.Juli 2017 fand auf Schloss Wickrath die Cavallo Academy statt und wir waren dabei !

Ein sehr aufregendes Wochenende liegt hinter uns, wir durften als 3er Team bei der Academy der Pferdezeitschrift Cavallo auftreten.

Als der Anruf von Jutta Brinkhoff uns erreichte, ob wir sie in Sachen "Horse and Dog Trail" unterstützen möchten, stieg die Aufregung, aber gleichzeitig auch die Vorfreude auf dieses schöne Event.

Der Wettergott meinte es mehr als gut mit uns, so dass die Aufführung bei strahlendem Sonnenschein statt finden konnte.
Meine Fellkinder Cody und Herr Knopf haben eine gute Figur abgegeben und ich bin mächtig stolz auf die coolen Socken :-)

Cody war hervorragend in den Stallungen des Schloss Wickrath untergebracht und auch die Organisation auf dem Gelände klappte hervorragend, ein rund um gelungenes Event.

Hier einige Impressionen von stero-fotografie.de viel Spaß damit. 

 

 

 

Bildergalerie

Lockerer Reiten mit den Franklin Bällen

Veröffentlicht am 02.06.2017

Ab sofort kommen die Franklin Bälle im Unterricht zum Einsatz!

 

Die mit Luft gefüllte Rolle wurde in der letzten Reitstunde für einige Schritt- und Trabrunden unter das Gesäß positioniert.

Dann hieß es für die Reiter erstmal spüren, fühlen und sich langsam auf die Mobilisation des Beckens einlassen. 


Nachdem die Rolle wieder entfernt wurde und die Reiter wieder normal im Sattel Platz genommen hatten, konnte man deutliche, positive Veränderungen bei Pferd und Mensch bemerken! 


Durch das nun gelöste Becken schwangen die Reiter bewusster und entspannter mit, die Beine neigten nicht mehr zum klemmen und all dies wirkte sich nun auch auf die deutlich aktivere Hinterhand der Pferde aus.


Die Tiere schnaubten sehr oft ab und auch die Reiter gaben viel positives Feedback zu dem neuen Sitzgefühl.

 

 

 

Wer auch einmal in den Genuss der hilfreichen Bälle kommen möchte, meldet sich bitte, damit ich sie vorher ins Auto packe.

Training mit dem Nachbarshund

Veröffentlicht am 02.06.2017


 

 

Meine Nachbarin wollte ihren Setter gerne an Pferde gewöhnen und sprach mich dafür an, denn wer ist für solche Aktionen besser geeignet als :
"IchlassmichdurchnixausderRuhebringenCody" 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch als es einen dicken Hundeschmatzer aus dem Flug auf die Pferdenase gab, weil der Hund sich etwas zu doll gefreut hat nahm es Cody gelassen. 

 

 

 

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Pilotprojekt Reitabzeichen "Horse and Dog Trail" Wir waren dabei!

Veröffentlicht am 02.06.2017

 

Knöpfchen als stolzer Absolvent des neuen Abzeichens :-)Knöpfchen als stolzer Absolvent des neuen Abzeichens :-)

 

Herr Dr. Knopf hat sein Horse and Dog Trail Diplom bekommen!

Mein tierisches Gespann war super drauf und wir haben die Prüfung erfolgreich absolviert und bestanden.
Ich hätte gerne noch ein paar Tage länger auf der Reitanlage Spranke in Kevelaer mit den netten Teilnehmern und den Trainern Jutta Brinkhoff und Elke Behrens verbracht.

Wir bleiben dran und trainieren weiter, denn Horse and Dog Trail ist Spitze!   

 

Wenn ihr auf den Link klickt bekommt ihr tolle Impressionen des Lehrgangs zu sehen:

https://stero-fotografie.de/?p=260

 

Knopf wartet aufmerksam auf Anweisungen.Knopf wartet aufmerksam auf Anweisungen.

 

 

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10 erfolgreiche Teilnehmer beim Basispass Pferdekunde

Veröffentlicht am 12.10.2016

 

Wieder einmal darf ich gratulieren! Am 09.10.2016 fand die Prüfung am Reitstall Hoffmann in Düsseldorf statt.

Alle Prüflinge haben die Richterin Ingrid Bongart überzeugt und sich mit viel guter Laune und top Antworten eine Urkunde ergattert. 

 

 

 

 

10 Tage mit Peter Kreinberg ... "Do it with the Gentle Touch"

Veröffentlicht am 05.11.2015

 

Eine wundervolle Zeit liegt hinter meinem Pferd Cody und mir. Wir waren wieder einmal zu Gast auf der Riverside Ranch in Kamp-Lintfort.

Nach dem Trainerseminar TGT "Bodenschule" vom letzten Jahr, ging es nun direkt weiter mit dem Trainerseminar TGT "Reiten Basis" für mich.

Für mich stand letztes Jahr schon fest, dass ich mit diesem tollen System weiter arbeiten möchte und es für meine Trainertätigkeit auch weiter ausbauen möchte. 

Das Kompaktseminar war wieder einmal sehr professionell von Pete und seiner Frau Rika geführt und angeleitet. Alle Teilnehmer konnten unheimlich viel mitnehmen und umsetzen, um noch harmonischer und feiner mit ihren Pferden umzugehen. Am Ende wurden das intensive Lernen und Reiten mit einer Lizenz zum TGT Trainer Reiten Basis für mich belohnt :-)

Ich freue mich sehr, mein neu erworbenes Wissen umzusetzen und an interessierte Reiter weiterzugeben!

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Der zweite Basispass Pferdekunde in diesem Jahr liegt hinter uns

Veröffentlicht am 17.08.2015

Am 15. und 16. August 2015 trafen sich wieder einmal neugierige Pferdeliebhaber am Reitstall Hoffmann in Düsseldorf, um alles rund zum Thema Pferd, seiner Haltung, der Anatomie, Fütterung und Pflege zu erfahren. Es wurde viel diskutiert, gelacht und die Pferdeknochen brachten wieder einmal einige Teilnehmer zum Schwitzen. Als am Sonntag aber die Richterin Ingrid Bongart von der EWU eintraf und mit ihrer lockeren Art die Nervosität abbauen konnte, kam das Erlernte wie aus der Pistole geschossen ;-)

Ingrid war wieder einmal sehr zufrieden mit der Leistung aller Teilnehmer und hielt trotz ihrer schweren Grippe eine schöne Prüfung ab. Sie schafft es immer wieder, eine tolle Atmosphäre zu schaffen, in der niemand Angst oder Prüfungsstress haben muss. Danke dafür!

Auf diesem Wege möchte ich mich bei allen Teilnehmern für ein nettes Wochenende bedanken, denn mir bereiten diese Kurse immer sehr viel Freude und ich gratuliere natürlich noch einmal ganz Herzlich zur bestandenen Prüfung! 

 


 

 

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Basispass Pferdekunde, es haben wieder alle Teilnehmer bestanden!

Veröffentlicht am 20.04.2015

 

 

 

Herzlichen Glückwunsch an alle Teilnehmer des 1. "Basispass Pferdekunde" in diesem Jahr. Das Wetter war spitze, die Laune und Stimmung der Kinder und Erwachsenen auch. Es war eine bunt gemischte Truppe, die mir auch sehr viel Freude gemacht hat.

Alle konnten nach einer lehrreichen Woche rund um das Pferd, eine Urkunde mit Nachhause nehmen.

 

Die wochenlange harte Arbeit hat sich ausgezahlt!

Veröffentlicht am 29.07.2014

Und wieder einmal muss ich meinem Pferd Cody danken!

Das dicke Bussi hat sich Cody verdient!Das dicke Bussi hat sich Cody verdient!

 

Er hat Alles für mich gegeben und mich am 28.07.2014 erfolgreich durch die Prüfung zum

Es war ein harter und langer Prüfungstag, doch am Ende haben wir 6 Anwärter erschöpft, aber auch glücklich den Trainerschein erlangt.Trainer B Westernreiten getragen!

Ich freue mich nun auf tolle Lehrgänge, Kurse und weitere Aktivitäten mit meinen Schülern.

Mein Dank gilt auch Marina Perner, die uns bestens auf die Prüfung vorbereitet hat. Aber auch Albert Schulz und seiner Familie, die uns und die Pferde hervorragend auf der Sunray Ranch in Bergkamen versorgt haben.

 

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Basispass Pferdekunde mit Prüfung am 12.07.2014

Veröffentlicht am 13.07.2014

Das Wetter war zwar heute nicht das Beste, aber es konnte den 9 Teilnehmern, der

Richterin Ingrid Bongart und mir die Laune nicht verderben.

Morgens um 09:00 Uhr trafen wir uns Alle nach einer Woche lernen und büffeln am Reitstall Hoffmann in Düsseldorf zur Prüfung.

Alle haben mit einer guten Bewertung bestanden!  

 Ingrid konnte jedem Prüfling durch ihre freundliche Art die Nervosität nehmen und die Antworten kamen flott und sehr detailliert. Ob Fragen zur Haltung, der Fütterung, der Pferdepflege, der Anatomie (vor dem Abfragen der Knochen hatten die meisten Prüflinge große Angst), dem Verladen, der detailliert oder den Krankheiten jeder hatte gut gelernt und somit viel zu erzählen.

Ich bin gespannt wer nun die Motivation hat weiter zu lernen und vielleicht demnächst ein Reitabzeichen oder ein Longierabzeichen ablegt. Der Grundstein ist mit dem Basispass Pferdekunde nun gelegt, denn er ist die Voraussetzung (Alternativ nach APO 2014 auch die neuen Motivationsabzeichen) für alle anderen Abzeichen und Lehrgänge bei der EWU oder der FN.

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Angst im Reitsport, ein Taubthema?!

Veröffentlicht am 08.11.2013

 

Was tun, wenn die  Leidenschaft zum Pferd Leiden schafft?

Sie ist häufiger zu Gast an den Reitställen als man glauben mag, die Angst.

Und betroffen sind nicht nur Anfänger, Späteinsteiger oder Angehörige von Pferdemenschen.

Nein, auch Berufsreiter oder Trainer kennen sie, die Angst die einem manchmal im Nacken sitzt.

Sie meldet sich bei Situationen im Umgang mit Pferden, häufiger jedoch beim Reiten selber.

 

Aber was kann man selber tun, wenn die Leidenschaft zum Pferd Leiden schafft?

 

Vorab ein paar Worte zur Angst.

Angst kann man als Warnsystem unseres Körpers verstehen. Sie warnt uns vor möglichen Gefahren und schützt uns davor, nichts dummes oder gefährliches zu tun.

Um Angst beim Reiten auszulösen sind meist einige Situationen voran gegangen, die sich unser Gehirn abgespeichert und ganz genau gemerkt hat.

Dies können eigene Unfälle beim Umgang mit dem Pferd gewesen sein oder Stürze beim Reiten.

Manchmal muss man selber den Schaden aber gar nicht am eigenen Leib erfahren haben, denn es reicht schon aus, es bei Stallkollegen hautnah miterlebt zu haben, oder es vielleicht sogar nur aus Erzählungen gehört zu haben.

Wie stark jeder einzelne Mensch auf gewisse Situationen mit Angst reagiert ist jedoch sehr unterschiedlich, es ist schlichtweg eine Typ- und Charakterfrage.

Ein unglücklicher Sturz kann den einen Reiter dazu verleiten, das ganze Hobby an den Nagel zu hängen, ein anderer Reiter steckt dieses Ereignis vielleicht ganz locker weg und sitzt bald schon wieder unbeschwert im Sattel.

Bei einem Anfänger reicht manchmal das pure Kopfkino aus, um sich in gewisse Ängste hinein zu steigern „Weißt du noch, die Jutta ist doch beim Springen so schlimm gestürzt und hat sich das Schlüsselbein gebrochen“ so ein Satz, kann bei sensiblen Reitanfängern ausreichen, um sie vom Springsport gänzlich abzuhalten. 

 

Aber es gibt auch andere Ängste.

 

Es muss nicht immer die Angst davor sein, sich und seinen Körper zu schädigen.

Es gibt auch Angst vor dem Versagen, oder die Angst vor Blamage.

Wer kennt sie nicht, die Zaungäste an der Hallenbande, die einem dort tuschelnd beim Reiten zusehen? Der erste Turnierstart mit den vielen Zuschauern und dem überfüllten Abreiteplatz.

Oder das Probereiten, als Reitbeteiligung wenn der Pferdebesitzer daneben steht und einem dabei auf die Finger sieht?

Dies sind sicherlich harmlosere Ängste, doch auch diese können uns behindern und blockieren.

Man fühlt sich vielleicht völlig leer im Kopf, vergisst Dinge die plötzlich vorher selbstverständlich waren.

Die Kopfblockade ist vorprogrammiert und diese wirkt sich dann leider auch auf den Rest unserer Handlungen aus.

 

Doch wie können wir mit Angst umgehen?

Der erste und wichtigste Schritt ist es auf jeden Fall sich seine Angst einzugestehen.

Wir müssen sie akzeptieren lernen, denn sie ist nun mal plötzlich aufgetaucht oder war vielleicht unterbewusst schon immer vorhanden.

Erst wenn wir uns unsere Ängste eingestehen, können wir anfangen bewusst und aktiv gegen sie zu arbeiten. Und hier ist das Stichwort definitiv : Immer in kleinen Teilschritten!

 

Sich nach einem Unfall z.B. mit großer Angst aufs Pferd zu setzen und sich direkt zu überfordern, indem man sich zum Beispiel zum Galopp überreden lässt, wäre ein Fehler.

Der Körper würde sich verkrampfen und auch der Kopf und unser Denken würde ebenfalls blockieren, es kommt im schlimmsten Fall zu einem Black Out und man sitzt nur noch starr und steif, als blinder Passagier auf dem Pferd. Der nächste Sturz wäre evt. vorprogrammiert.

Sich der Angst zu ergeben wäre aber ebenfalls ein Fehler, denn dafür lieben die meisten Menschen das Hobby Pferde und Reiten zu sehr. Sie geben aus Angst das Hobby auf und leiden Jahrelang darunter. So weit sollte es ebenfalls nicht kommen.

Manchmal muss man eine Person die Angst hat, auch ein wenig überreden und „ins kalte Wasser werfen“ um ihr aus der Angstspirale heraus zu helfen.

Aber bitte immer mit guter Vorbereitung, Einwilligung und mit einem Auge auf sämtliche Sicherheitsaspekte.

Und als Betroffener sollte man sich immer daran erinnern, dass man alle Zeit der Welt hat, man sollte sich zu nichts zwingen lassen, dass einem ein mulmiges Gefühl gibt, denn die Angst ist wie gesagt auch eine Schutzfunktion unseres Körpers.

Dann wird es auch Stück für Stück funktionieren, sich zurück in den Pferdestall, in den Sattel, auf das Turnier, zum Gruppenausritt oder was auch immer uns Freude mit unseren Pferden macht, zurück zu kämpfen.

 

Der Umgang mit Pferden sollte uns Freude bereiten und keine Magenschmerzen. Der Umgang mit Pferden sollte uns Freude bereiten und keine Magenschmerzen.

 

Viel Spaß mit euren Pferden wünscht euch, Yvonne Rommerskirchen – Faires Pferdetraining

 

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Das Problempferd

Veröffentlicht am 24.04.2013

Wenn jemand das Wort Problempferd benutzt, oder sogar sein eigenes Pferd als solches bezeichnet, muss ich meist an einen Satz von Mark Rashid denken:

„Die Pferde haben uns nicht darum gebeten, domestiziert zu werden. Wie können wir uns dann erdreisten, sie dafür verantwortlich zu machen, wenn die Dinge schlecht laufen?
Wir müssen zunächst die Ursache finden, und dafür benötigen wir nichts weiter als einen Spiegel!“

Denn so sieht es aus. Wer hat das Pferd denn zu einem Problempferd gemacht?
Der Mensch!
Ob bewusst oder unbewusst, sei erst einmal dahin gestellt, aber Auslöser und Ursache sind in erster Linie bei uns selber zu finden.

Würde man z.B. einen Mustang, der sich in seiner Herde, unter seinen Artgenossen und auf großer, natürlicher Fläche bewegt als Problempferd bezeichnen?
Zeigt er in der Herde Verhaltensweisen die ihn als Problempferd identifizieren?
Wohl kaum.
Wird so ein wild lebendes Tier aber gefangen und unter Menschen gebracht, sind die Probleme  vorprogrammiert.
Aber solch ein Pferd direkt als Problempferd zu bezeichnen ist Unfug.
Dieses Pferd hatte vorher noch nie Kontakt zu Menschen, es kann unsere Sprache nicht deuten, es hat Angst vor uns und der neuen Situation. Wie können wir also erwarten, dass es direkt umgänglich ist und uns blind vertraut?

So ist es aber auch, bei einem neugeborenen Pferd im heimischen Stall.
Auch dieses kleine Wesen muss uns erst kennen lernen und uns sein Vertrauen schenken. Hier wird bereits der Grundstein zu einem späteren, problemlosen Umgang gelegt. Lernt das Pferd bereits in seiner Prägephase, dass der Mensch unberechenbar, hart oder ungerecht ist, wird es sich auch als Jungpferd nicht zu unserer Zufriedenheit benehmen und sich selber und uns sogar in gefährliche Situationen bringen.

Jedem, der mit Pferden umgeht, sollte klar sein, dass er, als Mensch, stets bemüht sein muss die Pferdesprache zu lernen, damit er korrekt und verständlich mit dem Pferd umgehen kann.
Es wäre respektlos dies von den Pferden zu erwarten, denn wir sind es doch, die auf ihnen reiten möchten und die ihre Freizeit mit ihnen verbringen möchten. Die Pferde kommen auch ganz gut auf der Weide, ohne Reiten und den ganzen Schnick Schnack zurecht.

Wer Respekt von seinem Pferd erartet, muss das Pferd erst einmal respektieren.
Wer Vertrauen von seinem Pferd möchte, muss ihm dieses Vertrauen erst einmal entgegen bringen.
Und hier liegt schon der Schlüssel, wir müssen umdenken und „Pferdisch“ lernen, nur dann lassen sich viele der Alltäglichen Probleme schon im Keim ersticken und vermeiden.

Warum sollte ein Pferd, das gelernt hat dem Menschen zu Vertrauen und sich von ihm leiten zu lassen:

- nicht in den Pferdeanhänger steigen?
- nicht durch einen Bach gehen?
- sich nicht die Beine abspritzen lassen?
- sich nicht vom Schmied beschlagen lassen?
- den Menschen nicht auf seinem Rücken zu dulden?
- nicht alleine ins Gelände gehen?
- drängeln, zwicken, schubsen oder drohen?

Die korrekte Kommunikation und die liebevolle Konsequenz bringt uns im Zusammenleben voran und schafft eine gute Partnerschaft.
Wir müssen uns bei aufkommenden oder bestehenden Problem und Verhaltensauffälligkeiten immer die Frage stellen:  "Was ist geschehen und schief gelaufen, dass ein Pferd sich so negativ entwickelt hat? "

Unerwünschtes Verhalten kann aktiv verursacht worden sein, z.B.  durch ungeschicktes Verhalten gegenüber dem Pferd beim täglichen Umgang,  grobe reiterliche Einwirkung, falsche Fütterung, unpassendes Equipment, Gewalt gegenüber dem Pferd oder sogar durch einen Unfall und somit eine traumatische Erfahrung (so etwas sitzt meist leider besonders tief).

Gefährliches bzw. unerwünschtes Verhalten kann aber auch passiv verursacht sein, z.B. durch Vernachlässigung und zu wenig Bewegung,  mangelnde Versorgung, aber auch durch inkonsequentes Verhalten seitens des Pferdebesitzers, der Dinge wie drängeln oder drohen nicht konsequent unterbunden und korrigiert hat.

Ein Fehlverhalten kann sich in vielen, verschiedenen Reaktionen zeigen. Das Pferd kann ängstliches Fluchtverhalten zeigen und möchte dann zB. lieber bei seinen Artgenossen sein (sogenanntes „Kleben“).
Es kann aber auch sehr aggressiv gegenüber dem Menschen sein, da es sich gegen ihn schützen möchte (oft ein Verhalten, nachdem Pferde Gewalt erfahren haben, oder einfach „genervt“ von Umgang mit dem Menschen sind).

Die Auswirkungen von solchen Problemen, lassen sich aber zum Glück verringern und bei dauerhaftem, alternativen Umgang völlig umkehren. Das Pferd muss vor allem zur Ruhe kommen dürfen und Vertrauen beim Menschen finden.

Nicht alle Probleme lassen sich aber durch Kommunikation, Vertrauen oder Liebe lösen.
Denn auch körperliche Probleme können zu unerwünschtemVerhalten führen. Vielleicht hat das Pferd sich durch einen Weideunfall verletzt, vielleicht drückt der Sattel, oder das Gebiss verursacht Schmerzen, vielleicht schlagen einem Pferd seine Magenprobleme auf die Laune.

Wir sind mental auch nicht spitze drauf, oder super gelaunt, wenn wir krank sind. Wer kann da also vom seinem Pferd erwarten, dass es Lektionen oder Übungen bei Schmerzen oder Unwohlsein klaglos und willig ausführt?

Sobald unser Pferd sich also anders verhält als sonst, oder unerwünschtes Verhalten zeigt, sind wir als Mensch gefragt und sollten sofort dafür Sorge tragen, die Ursache zu finden und das Problem zu beseitigen, damit wir unserem Pferd nicht den Titel "Problempferd" verpassen müssen.

 

Kein Pferd wird mit Verhaltensproblemen geboren, sondern durch Menschenhand zum Problempferd gemacht.Kein Pferd wird mit Verhaltensproblemen geboren, sondern durch Menschenhand zum Problempferd gemacht.

 

Viel Spaß mit euren Pferden wünscht euch, Yvonne Rommerskirchen – Faires Pferdetraining

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